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STANDARDWERK

FÜR STADTGÄRTNER

„Im ,Handbuch Bio-Balkon-

garten‘ der Arche Noah steht

alles drin, was man zum Thema

Urban Gardening wissen muss,

und kein Wort zu viel“, schwärmt

Susi Pammer von dem Stan-

dardwerk für Stadtgärtner.

„Handbuch Bio-Balkongarten.

Gemüse, Obst und Kräuter auf

kleiner Fläche ernten“ von Andrea Heistinger und der Arche

Noah, Löwenzahnverlag, gebundene Ausgabe, 29,90,–

Taschenbuch, Ratgeberliteratur-Verlag, 12,95,–.

BUCHTIPP

der Stadtgärtnerbewegung profitiert haben.

Hier sind vor allem die unterschiedlichen

Temperaturzonen ein großes Thema, wie

die auf Innenhöfe spezialisierte Garten-

designerin Claudia Wolf weiß: „Das Pro-

blem ist dort, den richtigen Standort zu

finden“, erklärt sie, „denn

oft ist dort entweder

Schatten oder es ist ex-

trem heiß, weil die Sonne

von den Wänden zurück-

geworfen wird.“ Grund-

sätzlich seien für Innenhöfe

Hochbeete immer eine gute

Lösung, allein schon deshalb,

weil sie eine saubere Lösung

darstellen; diese sollten aber nicht vor

Glasflächen aufgestellt werden, sondern

eher im Halbschatten oder Schatten, und

auch in Sachen vertikale Beete sind die

Bedingungen in Innenhöfen oft anders als

weiter oben: „Es ist oft wesentlich weniger

aufwendig, Pflanzen direkt in den Boden

zu setzen und dann mit einer Rankhilfe an

der Wand hinaufwachsen zu lassen“, so

die Gartenplanerin.

MUT ZUR FARBE

Bei der Gestaltung der oft eher dunklen Höfe

rät Wolf vor allem zu viel Farbe, und das nicht

nur bei den Möbeln und Gefäßen, sondern

auch bei den Hochbeeten und Einfassungen:

„Da ist Holz nicht immer die ideale Wahl,

denn das schaut zwar am Anfang schön aus,

sorgt aber mit der Zeit für ein Grau in Grau

in den Höfen – da sind Eternit- oder bunte

Kunststoffgefäße oder auch Ziegeleinfas-

sungen oft die schönere Lösung“, weiß Wolf.

Und was wächst gut im Innenhof? Auch hier

gilt die Regel „Kräuter gehen immer“ – am

einfachsten Thymian und Basilikum, aber

auch Paradeiser und Gräser fürs Auge. Und

selbst an wirklich schattigen Plätzen kann der

engagierte Stadtgärtner noch Ernteerfolge

erzielen, wenn er sich denn das Richtige aus-

sucht: „Pilze oder Winterbärlauch gehen auch

dort“, macht Susi Pammer Mut.

Hoch hinaus:

Vertikale Beete

nutzen jeden

Meter.

FRUST VERMEIDEN

Spinat, Kresse, Schnittlauch oder Salate gehen immer,

und die Ernte reicht auch in kleinen Mengen, um den

Eigenverbrauch zu decken.

Bei Erdäpfeln und Paradeisern gibt es zwar auch

etwas zu ernten, doch sicher zu wenig, um mehrere

Mahlzeiten damit zu bestreiten.

DOS

DON’TS

Alles auf willhaben:

Gartentische, -handschuhe und –geräte.

Fotos: beigestellt, Getty Images/Westend61,

shutterstock/Jakob Fischer

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LiEBENSRAUM

WILLS SCHÖN