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WILLS WISSEN

DIE NEUE LANDLIEBE

Die Nachfrage nach leistbarem Wohnraum im Grünen wächst stetig – das Angebot auch.

E

s geht hinaus aufs Land: Die Zeiten, in

denen eine Postleitzahl, die mit zwei,

drei oder gar sieben begann, in Wien

eher verschämt genannt und/oder belächelt

wurde, sind vorbei. Immer mehr – vor allem

junge – Menschen beschließen, dass das

Wohnen weiter draußen jede Menge Vorteile

hat, und tauschen Gassen- gegen Grünblick,

Balkon gegen Garten und das Mezzanin ge-

gen Erd- und Obergeschoß. „Vor allem wenn

Kinder da sind, ist es vielen inzwischen sehr

wichtig, ihnen ein Aufwachsen in der Natur

zu ermöglichen; spätestens dann wollen vie-

le einen Garten“, weiß Judith Kössner, Head

of Immobilien bei willhaben. „Außerdem

entspricht das Leben im Grünen einfach

dem Zeitgeist, die meisten legen sowohl

beim Bauen als auch beim Sanieren großen

Wert auf einen schonenden Umgang mit

Ressourcen und erneuerbare Energien und

wollen möglichst autark wohnen“, erklärt sie.

Aber auch dann, wenn es nicht gleich für

ein eigenes Haus samt Rasen und Terrasse

reicht, machen vielen den Schritt hinaus,

wie Peter Weinberger, Geschäftsführer von

Raiffeisen Immobilien, weiß: „Selbst wenn

kein eigener Garten dabei ist, kann man sich

dort einfach aufs Rad setzen und raus ins

Grüne fahren“, erklärt er die Motivation vieler

neuer Landbewohner.

MEHR PLATZ UMS GLEICHE GELD

Auch simple Rechenbeispiele geben immer

häufiger den Ausschlag für einen Umzug

über die Stadtgrenze: „Es gibt dort einfach

mehr Fläche um den gleichen Preis“, weiß

Sandra Bauernfeind, Prokuristin von EHL

Immobilien und Vorstandsmitglied des Ös-

terreichischen Verbands der Immobilienwirt-

schaft. Und davon nicht zu wenig, wie Judith

Kössner erklärt: „Meist ist es zumindest ein

Zimmer mehr“, kennt die willhaben-Expertin

die Platzvorteile im Grünen.

Dass diese Unterschiede mehr und mehr

Käufer überzeugen, aufs Land zu ziehen,

haben mittlerweile auch die Bauträger und

Gemeinden bemerkt und entsprechend

gehandelt: „Inzwischen gibt es was“, bringt

Raiffeisen-Chef Weinberger einen weiteren

Grund für das Wachsen der Karawane

ins Umland auf den Punkt. „Daher wird

die Nachfrage inzwischen auch stärker

befriedigt, früher gab es ja einfach nichts

zu kaufen.“ Ein Trend, der sich auch in den

Angebotszahlen von willhaben ablesen lässt:

Illustration: Bozica Miloseska

Die Bezirke mit den

höchsten Zuwächsen beim

Eigentumswohnungs-

Angebot

WO ES MEHR

ZU KAUFEN GIBT

St. Pölten

Melk

Wiener

Neustadt

Baden

Bruck an

der Leitha

Mödling

Korneuburg

Waidhofen an

der Thaya

Gänserndorf

Wien-

Umgebung

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LiEBENSRAUM